ITs-plus: Ein wachsendes Systemhaus und der Wunsch nach klaren Standards
Die ITs-plus GmbH & Co. KG wurde 2006 in Mainz gegründet und betreut Unternehmen mit Größen zwischen zehn und 800 Mitarbeitern, darunter gemeinnützige Organisationen, medizinische Einrichtungen, Bildungsinstitutionen und klassische Mittelständler.
In den letzten Jahren hat das Team seine MSP-Strukturen kontinuierlich ausgebaut und damit den Anspruch verbunden, die eigene Servicequalität messbar zu machen und stetig zu verbessern. Dabei wurde jedoch immer deutlicher: Die bislang genutzten Werkzeuge lieferten keinen vollständigen Blick auf die Sicherheitslage.
Das RMM meldete zwar eingespielte Patches, konnte aber nicht immer erkennen, wenn Geräte tagelang nicht neu gestartet wurden – ein Problem, das in der Praxis enorme Auswirkungen haben kann.
Auch Software außerhalb des eigenen Patch-Managements oder Lösungen anderer Dienstleister blieben häufig unter dem Radar. Man wusste, dass Schwachstellen existieren, aber nicht wo und in welchem Umfang.
Der Wendepunkt auf der MSP-Konferenz
Die Idee, lywand einzusetzen, ist nicht neu gewesen. Bereits anderthalb Jahre zuvor hatte sich ITs-plus die Security Audit Plattform angesehen – damals noch mit der Überlegung, ein eigenes „Managed Security Audit“-Produkt daraus zu machen. Doch der Ansatz war noch nicht ausgereift: Der Vertrieb tat sich schwer, den Service separat zu verkaufen, und viele Kunden sahen den unmittelbaren Nutzen nicht.
„Wir haben es durchaus bei Kunden angesprochen, aber die Resonanz war eher so… ‚Wir denken mal drüber nach‘ – und dann Schweigen im Walde“, so Sebastian.
Erst auf der MSP Konferenz 2025, ein Event veranstaltet von unserem Distributionspartner Fokus MSP GmbH, kam der entscheidende Impuls: lywand nicht als Add-on vertreiben, sondern direkt in die bestehenden Wartungsverträge integrieren. Damit entfiel jede Hürde im Vertrieb, denn es fällt die Diskussion weg, ob ein Kunde das Produkt „haben möchte“ oder nicht.
Lywand wurde damit endgültig vom “Add-on” zum Werkzeug für ITs-plus – ein zuverlässiges, neutrales Prüfinstrument, das die Qualität der eigenen Services sichtbar macht und das Patch-Management transparent ergänzt.
Rollout bei 130 Kunden in Rekordzeit und die ersten Ergebnisse
Die Umsetzung selbst verlief eigentlich unspektakulär: Innerhalb weniger Wochen wurden etwa 130 Kunden mit dem lywand Agent versorgt.
Sebastian beschreibt den Prozess als „technisch trivial: Kundenliste exportieren, CSV hochladen, Agent per RMM verteilen, und das war’s eigentlich“.
Der Aufwand lag im Grunde nicht in der Technik, sondern in der Entscheidung, es wirklich zu tun. Insgesamt betrug der initiale Aufwand, um alle Kunden in lywand einzubinden samt Agent Rollout etwa vier Stunden.
Die Angst, unzählige Schwachstellen aufzudecken, war auch bei ITs-plus zunächst präsent. Doch als die tatsächlichen Fakten sichtbar wurden, löste sich diese Unsicherheit schnell und wich deutlicher Erleichterung: Endlich lagen die Dinge offen auf dem Tisch – keine Vermutungen mehr, keine blinden Flecken.
Lywand nimmt die Technik an der Hand, priorisiert automatisch und zeigt klar, was wirklich wichtig ist. Gerade der Renovierungsplan half dem Team, sich nicht von Zahlen erschlagen zu fühlen, sondern gezielt die Themen abzuarbeiten, die wirklich relevant sind.
Besonders aufschlussreich war die Erkenntnis, dass viele Systeme zwar laut RMM „gepatcht“ waren, die Patches aber aufgrund fehlender Neustarts nie wirksam wurden. Lywand machte das auf einen Blick sichtbar.
Die zwei “Lieblingsfunktionen”
#1 Das Security Cockpit
Für ITs-plus ist das Security Cockpit der Startpunkt in die Analyse. Die Vogelperspektive über alle Kunden zeigt Muster, Prozesslücken und häufige Schwächen sofort. Statt einzelne Kunden durchzugehen, lassen sich Probleme kundenübergreifend identifizieren und mit einer einzigen Maßnahme bei vielen Kunden gleichzeitig lösen.
#2 Managed Services
Gleichzeitig sorgt die klare Trennung zwischen eigenem Verantwortungsbereich und kundenindividueller Software für Orientierung. Was im MSP-Paket enthalten ist, wird kontinuierlich gecheckt und eventuelle Sicherheitslücken erledigt.
Alles, was darüber hinausgeht, erscheint im „Unmanaged“-Bereich und wird gezielt mit dem Kunden besprochen. Diese Differenzierung bringt Struktur in die Arbeit des Technikteams und bietet dem Vertrieb eine hervorragende Grundlage für Kundengespräche.